Werkstoff- und Verarbeitungsglossar

Wir verwenden oft ein eigenes Vokabular - schließlich haben die Werkstoffe Stahl, Metalle, Edelstähle und Kunststoffe eine lange Geschichte. Herstellung wie Bearbeitung sind Hochtechnologiebranchen. Die wichtigsten Fachbegriffe rund um unsere Werkstoffe haben wir für Sie in einem Glossar zusammengestellt.

W

Walzstahl-Fertigerzeugnisse: Gewalzte Fertigerzeugnisse in allen Sorten und Güten, legiert und unlegiert, hergestellt aus Halbzeug. Sie sind das Rohmaterial für die weiterverarbeitende Industrie, die diese ihrerseits vielfach als Halbzeug bezeichnet.
Wärmealterung: Polymere Kunststoffe bestehen aus langen, miteinander verbundenen Molekülketten. Werden thermoplastische Kunststoffe einem dauerhaften Wärmeeinfluss ausgesetzt, spalten sich die langen, dem Thermoplast seine Festigkeit gebenden Polymerketten auf. Dieses Verkürzen der Makromoleküle führt zur stetigen Versprödung des Werkstoffes. Seine mechanische Festigkeit vermindert sich. Der Thermoplast altert.
Die Einbindung von aromatischen und anderen mesomeren Strukturen in das polymere Gefüge vermindern die Alterung und lassen maximale Anwendungstemperaturen von über 250 °C zu.
Weißblech: Bis zu 0,5 mm dickes Stahlblech bzw. -band mit einer elektrolytisch aufgebrachten Zinnschicht. Es wird vor allem für Verpackungen genutzt.
Wellblech: Als Wellblech bezeichnet man eine Platte aus Blech, die durch ihren wellenförmig gestalteten Querschnitt auch bei geringer Stärke des Blechs eine hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit erreicht. Das Wellblech kann sowohl gerade gestreckt als auch zu einer Zylinderfläche gebogen sein. Die zuerst hergestellten Wellbleche besaßen eine nur geringe Wellentiefe, heute stellt man Bleche mit 20 cm Tiefe bei 0,5 cm Blechstärke her. Die Herstellung erfolgt durch Prägen oder Walzen.
Werkzeugstahl: Zur Gruppe der Werkzeugstähle zählen Edelstähle mit hoher Härte, hohem Verschleißwiderstand und hoher Zähigkeit, die sich zur Be- und Verarbeitung von Werkstoffen eignen. Sie müssen darüber hinaus eine gute Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen. W. unterteilt sich in Kaltarbeitsstähle (Werkzeugstähle, i.e. unlegierte oder niedrig legierte Sorten für Anwendungen, bei denen die Oberfläche einer Temperatur von weniger als 200°C ausgesetzt wird), Warmarbeitsstähle und Schnellarbeitsstähle.
Winkelstahl: Im Querschnitt (soweit genormt) rechtwinkliges Stabstahlprofil, dessen Form dem Buchstaben L gleicht. DIN EN 10056-2 - Grenzabmaße und Formtoleranzen - faßt gleichschenkligen und ungleichschenkligen W. zusammen. Bis zum Erscheinen des Teil l der EN 10056 gelten für die Nennmaße die nationalen Normen.
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