Werkstoff- und Verarbeitungsglossar

Wir verwenden oft ein eigenes Vokabular - schließlich haben die Werkstoffe Stahl, Metalle, Edelstähle und Kunststoffe eine lange Geschichte. Herstellung wie Bearbeitung sind Hochtechnologiebranchen. Die wichtigsten Fachbegriffe rund um unsere Werkstoffe haben wir für Sie in einem Glossar zusammengestellt.

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Schäkel: Unter einem Schäkel versteht man einen U-förmigen, mit einem Schraub- oder Steckbolzen verschließbaren Bügel zum Verbinden zweier Teile.
Gefertigt wird ein Schäkel zumeist aus Stahl oder Edelstahl. Als Fertigungsverfahren kommt das Gießen wie auch das Schmieden in Frage.
Schienenstahl: Im Internationalen Eisenbahnverband UIC sind vier Stahlsorten genormt: Güte 700, 900 A, 900 B und 1100, wobei Zahlenangaben etwa der Mindestzugfestigkeit entsprechen. Bei den Sorten 900 B und 1100 handelt es sich um relativ verschleißfeste Sorten, die im walzharten (naturharten) Zustand eingesetzt werden, im Betrieb jedoch in der Fahrfläche eine Kaltverfestigung annehmen. Damit ist das Optimum an Festigkeit bei naturharten Schienen erreicht. Für besondere Ansprüche bieten sich kopfgehärtete Vignol- und Rillenschienen an.
Schnappscharniere: Schnappscharniere, auch Federscharniere genannt, sind eine weiterentwickelte Bauart von Filmscharnieren mit zwei stabilen Endlagen: geöffnet und geschlossen.
Nach dem Prinzip eines federgespannten Viergelenks werden zusätzlich zur Gelenkrille des Filmscharniers (Drehpunkt 1) mit Hilfe eines Federelements mit 3 Gelenkrillen die zwei Endlagen erreicht.
Schnappscharniere werden meist bei spritzgegossenen Teilen aus Polypropylen (PP) angewendet. Beim Auslegen von Schnappscharnieren ist darauf zu achten, dass das Federelement in den beiden Ruhezuständen nahezu entlastet ist, eine generelle Forderung an Federelementen aus Kunststoff.
Schweißbarkeit: bezeichnet die Möglichkeit, den Stoffschluß an einem Bauteil durch ein schweißtechnisches Fertigungsverfahren herbeizuführen. Die Schweißbarkeit eines Bauteils hängt von der Schweißeignung des Werkstoffs, der Schweißmöglichkeit der Fertigung und der Schweißsicherheit der Konstruktion ab.
Shorehärte: Die Shorehärte wird mit einer Prüfspitze gemessen. Das Maß für die Härte ist die Eindringtiefe, wobei die Kraft durch eine geeichte Feder aufgebracht wird.
Es gibt zwei Härteskalen: 1. Die A-Skala ist für weiche (gummiartige) Werkstoffe vorgesehen, und es wird mit einem Kegelstumpf gemessen. 2. Die D-Skala ist für härtere Werkstoffe vorgesehen, und es wird mit einem Kegel (Nadel mit einer abgerundeten Spitze, R = 0,1 mm) gemessen.
spezifische Dichte: Die Dichte (spezifische Masse, Massendichte) ist der Quotient aus Masse und Volumen eines Körpers. Die Bestimmung der Dichte erfolgt nach DIN 53 479. Eine verbreitete Methode zur Ermittlung der Dichte von Halbzeugen und Formteilen ist das Auftriebsverfahren (Verfahren A). Der Probenkörper wird zum einen an Luft und zum anderen in einer Prüfflüssigkeit bekannter Dichte hängend gewogen. Aus dem Gewichtsunterschied errechnet man nun die Dichte der Probe.
spezifische Wärmekapazität: Die spezifische Wärmekapazität ist die Wärmemenge in J, die einer Masse von 1 g zugefügt werden muss, um die Temperatur um 1 K zu erhöhen.
spezifischer Durchgangswiderstand: Der spezifische Durchgangswiderstand [Ohm m] ergibt sich aus dem gemessenen Durchgangswiderstand [Ohm] multipliziert mit der Messfläche [m²] dividiert durch die Probenlänge [m].
Stabstahl: Handelsüblicher Begriff für sämtliche Erzeugnisse aus allen Stahlsorten in geraden Stäben, deren Querschnitt über die ganze Länge gleichbleibend ist. Übliche Unterscheidung entsprechend der Herstellungsart nach gewalztem, geschmiedetem und blankem S. 1. Warmgeformte Stäbe 1.1 Gewalzte Vollstäbe 1.1.1 Rundstäbe (ab 8 mm Durchmesser, <8 mm ist Draht) 1.1.2 Vierkant (=8 mm), Sechskant- und Achtkantstäbe (=13 mm SW) 1.1.3 Flachstäbe (im allgemeinen Dicke =5 mm, Breite =150 mm) 1.1.4 Spezialstäbe (vielerlei Sonderprofile wie Trapez-, Dreieck-, Halbrund- u.a.) 1.2 Geschmiedete Stäbe 1.3 Hohlbohrstäbe (zur Herstellung von Bohrern) 2. Blankstahl; und zwar 2.1 Gezogener Blankstahl 2.2 Geschälter Blankstahl 2.3 Geschliffener Blankstahl
Stahl: Maecenas tempor hendrerit egestas! Nulla sed metus a nisi ornare tincidunt. Nullam vitae nunc et arcu lacinia vulputate. Morbi iaculis venenatis lectus eu vestibulum. Aliquam ut tempus lectus. Nam at ligula mauris. Aliquam vel purus purus.
Steifigkeit: Die Steifigkeit eines Kunststoffteiles ist das Verhältnis zwischen anliegender Last und der daraus resultierenden Durchbiegung. Die Steifigkeit ist hauptsächlich durch das E-Modul bezeichnet, das sich aus der Spannungs-Dehnungs-Kurve ableiten lässt.
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