Werkstoff- und Verarbeitungsglossar

Wir verwenden oft ein eigenes Vokabular - schließlich haben die Werkstoffe Stahl, Metalle, Edelstähle und Kunststoffe eine lange Geschichte. Herstellung wie Bearbeitung sind Hochtechnologiebranchen. Die wichtigsten Fachbegriffe rund um unsere Werkstoffe haben wir für Sie in einem Glossar zusammengestellt.

K

kalandrieren: Unter Kalandrieren versteht man das zur Folie auswalzen von Kunststoffen.
klarsichtig: Der Kunststoff ist lichtdurchlässig und durchsichtig - ähnlich wie Glas.
Konditionieren: Unter Konditionieren versteht man bei Kunstoffen die Aufnahme von Feuchte bei Wasserlagerung.
Dabei ist die Feuchtigkeitsaufnahme der einzelnen Kunststoffe sehr unterschiedlich. Sehr wenig Feuchte nehmen z. B. unpolare Kunststoffe wie Polyolefine, Styrolpolymere und Fluorkunststoffe auf. Polare Kunststoffe wie Polyurethan (PUR) oder Celluloseester nehmen dagegen mehr Wasser auf.
In hohem Maße lassen sich Polyamide konditionieren. Deshalb ist es üblich, Formteile und Halbzeuge aus Polyamid nach der Herstellung durch Konditionieren auf einen bestimmten Feuchtegehalt einzustellen. Dadurch werden die Eigenschaften, wie z. B. Festigkeit, E-Modul, Zähigkeit und die Reibungs- und Verschleißeigenschaften der Polyamide positiv beeinflusst.
Körner: Ein Körner ist ein Werkzeug um Metall- oder Kunststoffteile mit einer Körnung zu versehen. Er besteht aus vergütetem Werkzeugstahl, hat eine gehärtete Spitze und einen Schaft.
Kriechstromfestigkeit: Kriechstromfestigkeit CTI (IEC 112)
Eine wichtige Kennzahl zur Bestimmung der Eignung eines Werkstoffes als Isolierstoff ist die Kriechstromfestigkeit.
Diese beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffes gegenüber Kriechstrombildung. Der CTI-Wert ist die höchste Prüfspannung in Volt nach Auftropfen einer Prüflösung ohne die Ausbildung eines Kriechstromes. Das Auftropfen der Prüflösung simuliert eine Verunreinigung. Getestet wird in Schritten von 25 V, maximal bis 600. Der CTI-M-Wert stellt eine Verschärfung der Prüfbedingungen dar, welche einer aggressiveren Verunreinigung entspricht.
Zu beachten ist, daß die Kriechstromfestigkeit durch Werkstoffzusätze, insbesondere Farbpigmente, beeinflußt wird. Dunkle Farben führen im allgemeinen zu einer Verschlechterung, helle Farben zu einer Verbesserung.
Kunststoff: Kunststoffe sind vielfältig einsetzbare, makromolekulare Werkstoffe; Polymere die durch chemische Verfahren (Polymerisation) künstlich hergestellt werden. Diese organischen Werkstoffe kommen also in der Natur nicht vor. Ihre vielfältigen Eigenschaften beruhen auf derem strukturellen Aufbau, dem Grad der Vernetzung ihrer Moleküle und auf deren chemischen Zusammensetzung. Die chemische Industrie bietet heute 50 verschiedene Sorten, und jede dieser Sorte umfasst wiederum eine große Zahl verschiedener Typen.
Kunststoff-Legierung: auch Polymerblend oder Blend
Polymerblend oder Blend ist die Bezeichnung für eine molekular verteilte oder mikroskopisch dispergierte Kunststoff-Legierung. Darunter versteht man also eine Mischung aus mindestens zwei Basisolymeren.
Ziel der Blend-Technologie ist, die Vorzüge verschiedener Basispolymere in einem Werkstoff zu vereinen. Vereinzelt treten sogar synergetische Effekte ein. Ein bekanntes Blend mit synergetischem Effekt ist der Gehäusewerkstoff Bayblend (PC+ABS).
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